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Martinstag

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St. Martin hoch zu Roß!

Am Wochenende wird es wieder hell und bunt auf Sachsens Straßen, denn in vielen Orten feiern Kinder und Erwachsene den Martinstag. Dazu finden in vielen evangelischen und katholischen Kirchgemeinden und Kindergärten Martinsfeste statt, in denen die Geschichte des Heiligen Martin nacherzählt oder gespielt wird. Im Anschluss ziehen alle mit bunten Lampions und Laternen durch die Straßen, singen Lieder vom Heiligen Martin und teilen untereinander die traditionellen Martinshörnchen. Das Teilen steht an diesem Tag im Mittel im Mittelpunkt.

Am Martinstag gedenkt man Martin, einem römischen Soldaten der Antike, der einem frierenden Bettler die Hälfte seines Mantels schenkte. Das Teilen von Gebäck und Martinshörnchen symbolisiert das Teilen des Mantels. Die Laternenumzüge erlangten ihre Bedeutung durch Martin Luthers Geburtstag am 10. November. Am Vorabend des Festes seines Namenspatrons Martin versammelten sich auf dem Erfurter Domplatz Kinder mit Papierlaternen, um dem Reformator zu gedenken, der am 11. November auf den Tagesheiligen getauft wurde.

Auch in Sachsen finden in diesem Jahr am 10. und 11. November in den Kirchgemeinden Martinsfeste statt. In vielen Orten werden diese in ökumenischer Tradition durch evangelische und katholische Kirchgemeinden gemeinsam gefeiert.

Große Martinsfeiern mit vielen hundert Kindern und Eltern finden am Freitag, 10. November, in der Innenstadt von Leipzig und Dresden statt. In Chemnitz wird dann am Samstag, 11. November, das zentrale Martinsfest viele Familien in die Innenstadt locken. Auch in Zwickau laden die Kirchgemeinden zur Martinsandacht mit anschließendem Laternenumzug in den Dom St. Marien ein.

Leipzig

In Leipzig beginnt am 10. November um 17:00 Uhr ein ökumenisches Martinsfest, das der Ev.-Luth. Kirchenbezirk Leipzig, die katholische Propsteigemeinde St. Trinitatis, die Kirchgemeinde St. Thomas und die Anna-Magdalena-Bach-Schule gemeinsam organisieren. Bischof Martin begrüßt große und kleine Teilnehmer in der Propsteikirche, bevor Martinslieder gesungen werden und ein thematisches Anspiel aufgeführt wird. Anschließend zieht ein Laternenzug zur Anna-Magdalena-Bach-Schule (Manetstraße 8), wo es dann Kinderpunsch und Bratwurst am Lagerfeuer gibt.

Am Sonnabend, 11. November, feiern evangelische und katholische Kirchgemeinden gemeinsam mit den Kindertageseinrichtungen in Leipzig-Connewitz den Martinstag. Nach einer gemeinsamen Andacht um 17:00 Uhr in der Paul-Gerhardt-Kirche ziehen ca. 800 Kinder und Erwachsene mit Lampions und Laternen durch den Stadtteil. Auf ihrem Weg besuchen sie Connewitzer Senioreneinrichtungen, wo gemeinsam Lieder gesungen und mit den Bewohnern Martinshörnchen geteilt werden.

Dresden

Der traditionelle und ebenfalls ökumenische Martinsumzug in der Dresdner Innenstadt startet in diesem Jahr ebenfalls schon am Freitag, 10. November, um 17:00 Uhr vor der Centrum-Galerie (Prager Straße). Von dort wird ein Lampionumzug mit Pferd und musikalischer Begleitung zum ‚Haus der Kathedrale‘ (Schloßstraße 24) ziehen. Im Haus der Kathedrale findet eine kleine Andacht statt mit Elementen, die von den Vorschulkindern der KiTa Centrum Galerie gestaltet werden. Mit dem traditionellen Hörnchen-Teilen endet die Veranstaltung gegen 18:30 Uhr.

Um 16:30 Uhr gibt es in der Martin-Luther-Kirche eine Andacht für Familien mit anschließendem Umzug durch die Dresdner Neustadt zur katholischen Martinskirche an der Stauffenberg Allee. Ebenfalls am Sonnabend finden u.a. auch in der Weinbergskirche in Dresden-Trachenberge, in Dresden-Bühlau sowie um 17:00 Uhr in der Kirche Bad-Weißer-Hirsch, in der Nazarethkirche in Dresden-Seidnitz und der Himmelfahrtskirche Dresden-Leuben Martinsfeste mit anschließenden Lampionumzügen statt.

Chemnitz

Seit Anfang der 1990er Jahre bereitet in Chemnitz ein ökumenischer Arbeitskreis einen der größten Umzüge in Sachsen mit Martinsspiel und Lampionumzug vor, zu dem je nach Wetterlage 700 bis 1000 Kinder mit ihren Eltern kommen. Das zentrale Martinsfest in Chemnitz beginnt am Sonnabend ab 16:00 Uhr mit dem Vorprogramm auf dem Theaterplatz. Um 17:00 Uhr sind die Teilnehmer zum Martinsspiel in der St. Petrikirche eingeladen, bevor der Martinsumzug mit St. Martin hoch zu Ross und mit dem Teilen der Hörnchen startet. Chemnitzer Posaunenbläser werden den Laternenumzug begleiten. Das diesjährige Motto „Wärme schenken“ wird dabei auf zweifache Weise erlebbar: Im Vorprogramm kann gebrauchte Kinderkleidung abgegeben werden, die bedürftigen Kindern zu Gute kommt. Außerdem geht es unter diesem Motto im übertragenen Sinne um das Erleben zwischenmenschlicher Zuwendung, sagt Bezirkskatechet Christoph Schubert.  Der Mitorganisator verweist zudem darauf, dass u.a. Flüchtlingskinder schon an den letzten Feiern teilgenommen hätten und wieder willkommen seien.

Spendensammlung zum Martinstag

Traditionell bietet das Gustav-Adolf-Werk zum Martinstag einen Entwurf für eine Andacht und ein Martinsspiel an, mit dem für ein soziales Projekt gesammelt werden kann. In diesem Jahr wird für ein Projekt in einer Roma-Siedlung nahe einer Müllhalde bei der nordgriechischen Stadt Thessaloniki gesammelt. Dort leben unter elenden Bedingungen Roma-Familien mit ihren Kindern. Ein griechischer Arzt hat in dieser Siedlung eine evangelische Gemeinde und eine kleine Schule gegründet. In der Schule erhalten die Roma-Kinder u.a. Nachhilfe-Unterricht in Griechisch. Gemeinde und Schule sind für die dortigen Roma ein Hoffnungsschimmer. Nur wenn die Kinder erfolgreich eine Schule abschließen, können sie dem Teufelskreis aus Armut, mangelnder Bildung und Arbeitslosigkeit entkommen.

Spendenprojekt des GAW

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